Erneuerbare Energien sind Wirtschaftsmotor für Kommunen

11. September 2013 Greenpeace: Studie zur regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien
Foto: CC BY 2.0 Lollie-Pop

Erneuerbare Energien stehen derzeit vor allem im Mittelpunkt der Strompreisdebatte. Dabei trägt die zunehmende Nutzung von Wind, Sonne und Biomasse ganz erheblich zu Wertschöpfung- und Beschäftigung in deutschen Regionen bei. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in einer aktuellen Studie für Greenpeace. Die Erneuerbaren führten im Jahr 2012 zu einem Rekordwert in der bundesweiten Wertschöpfung von 17 Milliarden Euro. Und: Mit 66 Prozent konnten die Städte und Gemeinden besonders daran profitieren.

Erstmalig erhob das IÖW auch die indirekte Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien und kam zu einem Gesamtwert von 25 Milliarden Euro. Hier flossen die Vorleistungen der Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen mit ein. Sie generierten weitere 8,5 Milliarden Euro an bundesweiter Wertschöpfung. Der Ausbau Erneuerbarer Energien führt somit zu höheren Steuereinnahmen, Unternehmensgewinnen und Einkommen für eine Vielzahl von Beschäftigten in Bund, Ländern und Kommunen. Darüber hinaus sparte der Einsatz von Wind und Sonne die Kosten für importiertes Öl, Kohle und Gas im Umfang von 6 Milliarden Euro. Die Erneuerbaren Energien sind ein wichtiger Wachstumsbreitrag für strukturschwache ländliche Regionen geworden. Schwarz-Gelb droht mit seinen Vorschlägen diese Entwicklung abzuwürgen.

Rund zwei Drittel der Wertschöpfung und der Arbeitsplätze entstanden in den Bereichen Installation, Planung und Betrieb regenerativer Anlagen. Die Arbeitsplätze verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet. "Vorteil einer dezentraler Energieerzeugung ist es, dass Beschäftigung und Wertschöpfung in einer Vielzahl von Kommunen stattfinden - anders bei zentralen Großkraftwerken, von denen nur sehr wenige Energieversorger und Standorte profitieren", sagte Prof. Dr. Bernd Hirschl, der Leiter der Studie.

Bis zum Jahr 2030 könnte die Wirtschaftsleistung durch Erneuerbare Energien laut Studie bei gleich bleibendem Ausbautempo um weitere 50 Prozent zunehmen.